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Die einst futuristische Vision vom intelligenten Wohnen wird allmählich Wirklichkeit. Doch wie sicher sind die heutigen Systeme? Haben Hacker ein leichtes Spiel in unsere innerste Privatsphäre vorzudringen, und wie schützen wir uns davor?

Zwei Sicherheitsexperten haben letztes Jahr auf einer Hacker-Konferenz bewiesen, wie einfach ein schlecht gesichertes Smart Home gehackt werden kann. Innerhalb kürzester Zeit wurde der Thermostat mit einer Erpressungssoftware infiziert. Der betroffene Hausbesitzer wäre gezwungen, sich frei zu kaufen, also den Hackern einen geforderten Betrag zu überweisen, um wieder Kontrolle über die eigenen vier Wände zu bekommen. Erpressung 2.0 – so könnte es in Zukunft immer häufiger vorkommen, wenn keine ausreichenden Vorkehrungen getroffen werden. Die beiden Experten wollten mit diesem Hack klar machen, dass bereits simple Sicherheitsvorkehrungen diesen Angriff verhindert hätten. Das Problem war nur: Es gab keine!

Kann ein Smart Home jemals sicher sein?

Aktuelle Tests ergaben, dass Smart-Home-Entwickler noch Nachholbedarf haben, wenn es um den Schutz gegen Angreifer von außen geht. Problematisch ist, dass es noch kein offizielles Gütesiegel gibt, an dem Kunden sich orientieren könnten. Experten haben aber auch herausgefunden, dass ein Haushalt mit Smart Home nicht mehr von Einbrüchen betroffen ist, als ein normales Haus ohne Smart Home. Wichtig ist hier einfach auf das richtige System zu setzen, das den optimalen Schutz bietet.

Woran erkenne ich ein gutes System?

Guten Schutz bieten vor allem Systeme, die sowohl vor internen als auch vor externen Angriffen einen ausreichenden Schutz aufweisen. In einem unabhängigen Test bewies das unter anderem das Smart Home Paket von der Deutschen Telekom. Nach der Einrichtung lässt sich das System per Fernsteuerung bedienen. Im Test wurde unter anderem versucht das Webportal über HTTP, statt des geschützten HTTPS anzusprechen – ohne Erfolg. Das System hielt allen ausgeübten Angriffen stand und auch die komplette Kommunikation der App war durchgehend verschlüsselt. Eine externe Manipulation war nicht möglich und die gesicherte Fernsteuerung wies ebenfalls einen guten Schutz auf.

Ein sicheres Passwort ist das A und O.

Wichtig ist also, sich vorher ausreichend über die verschiedenen Smart-Home-Systeme zu informieren und auf die bisherigen Testsieger zu setzen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Tests von unabhängigen Instituten erfolgen und nicht etwa vom Hersteller selbst beauftragt wurden.

In unserem Artikel Die besten Sicherheitssysteme für Dein Smart Home liefern wir Dir einen Überblick über vertrauenswürdige Sets.

Was kann ich für den Schutz meines Smart Home tun?

Natürlich hat man als Smart-Home-Besitzer die Möglichkeit, den Schutz zu steigern. Experten raten dringend dazu, die voreingestellten Passwörter immer zu ändern! Leider wird in den mitgelieferten Bedienungsanleitungen zu selten darauf hingewiesen. Problematisch ist, dass die vorgegebenen Passwörter oft aus simplen Zahlenkombinationen wie „1234“ bestehen – was Hacker praktisch zum nächsten Angriff einlädt.

Wer die Technik im Smart Home von unterwegs steuern will, sollte das niemals über ein öffentliches WLAN tun. Die Nutzerdaten werden heutzutage noch oftmals unverschlüsselt übermittelt, was Hackern im selben Netz die Möglichkeit bietet, die Daten abzufangen. Besser ist es, Heizung und Co. von einem vertrauenswürdigen Netz aus zu steuern. Apropos vertrauenswürdiges Netz: Besonders sicher surfst Du in Deinem eigenen Heimnetz mit einem VPN-Server.

Fazit

Unter den Herstellern gibt es derzeit noch viele schwarze Schafe auf dem Markt, die nur unzureichend auf die Sicherheit achten. Vertrauenswürdige Hersteller setzen den Fokus nicht nur auf Komfort, sondern auch auf die Sicherheit des Smart Homes. Wichtig ist es daher, umfangreich zu recherchieren, bevor die Entscheidung auf ein System fällt. Das Sicherheitsrisiko minimieren, kann jeder selbst, indem er sich an die Tipps hält und alle voreingestellten Hersteller-Passwörter ändert. Außerdem sollte immer nur aus vertrauenswürdigen und keinen öffentlichen WLAN-Netzwerken auf das Smart Home zugegriffen werden.

Wer diese Hinweise befolgt, kann bereits heute in der Zukunft leben und sich in seinem komfortablen Smart Home rundum sicher fühlen.

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