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Amazon Alexa, Google Home und der Apple HomePod haben einiges auf dem Kasten. Angefangen bei kleineren Spielereien, wie Licht und Heizung ein- und ausschalten oder den Fernseher in Gang bringen, können die Sprachassistenten aber noch deutlich mehr, wie zum Beispiel Voice-Banking. Dadurch lassen sich Alexa, der Google Assistant und Siri mit Deinem Bankkonto verknüpfen, so dass ein Sprachbefehl ausreicht, um Kontostand, Abbuchungen und Zahlungseingänge abzufragen.

Voice-Banking kurz erklärt

Wie der Begriff bereits vermuten lässt, steckt hinter „Voice-Banking“ die Möglichkeit, Bankgeschäfte mit der Stimme zu erledigen. Ein einfacher Sprachbefehl reicht aus und schon verrät Dir Dein Sprachassistent, wie viel Geld sich auf Deinem Konto befindet, welche Abbuchungen in diesem Monat bereits getätigt wurden, ob schon Geld eingegangen ist, ob sich Briefe im ePostfach befinden und mehr. Sogar Überweisungen lassen sich per Sprachbefehl ausführen. Das ist nicht nur eine bequeme Option für alle, die sich den Gang zur Bank sparen oder keine Zahlen in Online-Formulare tippen möchten, sondern kann außerdem eine echte Chance für Menschen mit Seh-Behinderung, gebrochenen Armen und ähnlichen Einschränkungen sein.

Voice-Banking
Dank Voice-Banking verzichtest Du künftig auf’s Tippen.

Diese Banken bieten Banking per Sprachbefehl

Zurzeit steht Voice-Banking nur Kunden der Sparkasse, der Volksbank und von Comdirect zur Verfügung. Je beliebter und bekannter das Verfahren wird, desto mehr Banken ziehen sicher in der Zukunft nach. Wir von DEINHOME halten Dich natürlich auf dem Laufenden.

So machst Du Deinen Amazon Echo und Deinen Google Home fit für‘s Voice-Banking

Bevor Du mit Deinen Banking-Sprachbefehlen loslegen kannst, brauchst Du einen Account beim jeweiligen Anbieter. Nutzer des Amazon Echo benötigen ein Amazon-Konto, Fans des Google Home müssen über ein Google-Konto verfügen. Sobald Du Deinen Account eingerichtet hast, legst Du mit den folgenden Einstellungen los:

  1. Lade Dir die Banking-App der Sparkasse oder der Volksbank herunter und logge Dich dort mit Deinen Zugangsdaten für das Online-Banking ein. Solltest Du noch nicht dafür freigeschaltet sein, musst Du Dich erst einmal an einen Bankmitarbeiter wenden.
  2. „Google Home“-Nutzer laden sich die  „Google-Home“-App herunter, „Amazon Echo“-Nutzer installieren die „Amazon Echo“-App.
  3. Amazon Echo: Mit dem Sprachbefehl „Alexa, [Skill-Name] aktivieren“ (zum Beispiel: „Alexa, Volksbank aktivieren“) schaltest Du das Voice-Banking frei.
  4. Bei Google Home funktioniert das Prozedere ebenso, es gibt jedoch keinen genauen Wortlaut, den Du einhalten musst. „Ok Google, aktiviere Volksbank“ oder „Ok Google. Schalte die Volksbank-App frei“ funktioniert gleichermaßen.
  5. Nun steht Dir Voice-Banking zur Verfügung

Verwalten lassen sich die Skills bzw. Actions über die Apps von Amazon Echo und Google Home. Dort kannst Du außerdem jederzeit nachlesen, welche Befehle Du zuletzt gegeben hast. Alle Anfragen lassen sich in der App wieder löschen.

Passende Sprachbefehle für Voice-Banking

Du möchtest Voice-Banking gerne ausprobieren, bist Dir aber noch nicht sicher, welche Fragen Du stellen solltest? Wir haben einige Vorschläge für Dich:

  • „[Ok Google/Alexa], frage Sparkasse Banking nach meinem Kontostand“
  • „[Ok Google/Alexa], frage Volksbank nach meinen letzten Umsätzen“
  • „[Ok Google/Alexa], wurde meine Miete schon abgezogen?“
  • „[Ok Google/Alexa], spreche mit Sparkasse Banking“
  • „[Ok Google/Alexa], wie ist mein Kontostand?“
  • „[Ok Google/Alexa], wie lautet mein Gesamtfinanzstatus?“ – Für den Fall, dass Du über mehrere Konten verfügst und Dein gesamtes Kapital im Blick behalten möchtest.
  • „[Ok Google/Alexa], ist mein Gehalt schon da?“
  • „[Ok Google/Alexa], was ist los im ePostfach?“
  • „[Ok Google/Alexa], gibt es News im Depot?“
  • „[Ok Google/Alexa], welche Kontoaktivitäten gab es in den vergangenen drei Tagen?“ – Um den Zeitraum einzugrenzen

Unsere Vorschläge sind nur einige Ideen. Die Fragen lassen sich Deinen Bedürfnissen entsprechend personalisieren und konkretisieren. Es ist außerdem möglich, Überweisungen bis 30 Euro per Sprachbefehl zu organisieren:

  • Mit Verwendungszweck: „[Ok Google/Alexa], überweise 30 Euro an Peter Müller als Geburtstagsgeschenk.“
  • Ohne Verwendungszweck: „[Ok Google/Alexa], überweise 10 Euro an Petra Müller.“
Voice-Banking Börse
Per Voice-Banking lassen sich auch Börsenkurse erfragen.

Voice-Banking auf dem Apple HomePod

Anders als beim Amazon Echo und dem Google Home bietet der Apple HomePod keine zusätzlichen Skills oder Actions, mit denen sich beliebige Features hinzufügen lassen. Deshalb lässt sich das Voice-Banking auf der Apple-Box nicht in demselben Umfang nutzen. Per Sprachbefehl lassen sich Banking-Apps lediglich öffnen, jedoch nicht bedienen. Aktienkurse und Börsen-Informationen stehen Dir trotzdem zur Verfügung. Folgende Sprachbefehle helfen Dir dabei:

  • „Siri, wie sieht es heute an der Börse aus?“
  • „Siri, wie hoch ist die Marktkapitalisierung von [Unternehmen]?“
  • „Siri, wie steht der DAX heute?“
  • „Siri, wie steht die [Unternehmen]-Aktie im Vergleich zu [Unternehmen]?“

Abfragen zu Börsenkursen, Aktien und Co. sind über die Banking-Apps der Sparkasse, Volksbank und von Comdirect ebenfalls per Sprachbefehl möglich.

Wie sicher ist Voice-Banking?

Vor allem, wenn es ums Geld geht, steht die Frage nach der Sicherheit von Sprachassistenten an oberster Stelle. Bevor Du Voice-Banking verwendest, solltest Du Dir einige Dinge bewusst machen:

  • Um Voice-Banking nutzen, ist eine Internet-Verbindung notwendig. Dadurch besteht grundsätzlich immer das Risiko, dass Hacker Deine Daten abfangen. Für Online- oder Mobile-Banking benötigst Du allerdings auch eine Internetverbindung. Unsicherer als diese beiden Varianten ist Voice-Banking also nicht. Darüber hinaus kannst Du die Gefahren eindämmen, indem Du für das Voice-Banking ausschließlich sichere WLAN-Verbindungen, immer die aktuelle Version der App und ein sicheres Passwort benutzt.
  • Alle Daten, die Du Google Home oder Amazon Echo anvertraust, werden gespeichert. Auch Fragen und Aufforderungen bleiben erhalten. Aber: Du hast die Möglichkeit, vergangene Suchen und Anweisungen per Hand zu löschen. Um die Sicherheit zu erhöhen, solltest Du das gelegentlich tun.
  • Die Kommunikation zwischen Sprachassistent und Dir ist trotz Datenspeicherung immer verschlüsselt.
  • Alle Funktionen, die die Apps der Sparkasse, Volksbank oder von Comdirect in Verbindung mit Voice-Banking nutzen, sind durch eine Voice-PIN geschützt, die Du vorher selbst festlegst. So kann niemand sonst auf Deine Daten zugreifen. Achtung: Du solltest die PIN, wie die Deiner EC-Karte nicht aufschreiben und im besten Fall die Stimme ein wenig senken, wenn Alexa oder der Google Assistant Dich nach der Nummer fragen.
  • Die Banking-App Deiner Wahl ist so programmiert, dass sie ausschließlich Deine Stimme mit Deinem Bank-Konto verknüpft, damit Unbefugte sich nicht an Deinem Geld zu schaffen machen.

Wir halten fest: Du kannst die Banking-Apps von Comdirect, der Volksbank und der Sparkasse gefahrlos nutzen und auch Voice-Banking ist genauso sicher wie andere Online-Banking-Methoden. Dennoch solltest Du Deine Daten selbstverständlich nicht leichtfertig weitergeben. Nutze nur vertrauenswürdige WLAN-Netzwerke und Apps und wickle Deine Bankgeschäfte ausschließlich über die Bank Deines Vertrauens ab!

Derzeit ist Voice-Banking vor allem in Deutschland noch nicht sehr weit verbreitet. Mehr und mehr Banken ziehen jedoch nach. Wie der Trend sich zukünftig entwickelt, erfährst Du im Blog von DEINHOME.

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